Zehn Fakten über das Bayerische Bier

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Auch wenn „Bavaria" auf dem Etikett steht, ist nicht unbedingt Bier aus Bayern in der Flasche. Eine niederländische Brauerei bringt seit Jahren „Bavaria"-Biere auf den Markt. Stopp, entschied der Europäische Gerichtshof: „Bayerisches Bier" ist als geografische Herkunftsangabe geschützt. Nur bayerische Brauer dürfen ihre Bierspezialitäten als „bayerisch", „bavarian" oder „bavarese" vermarkten.

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Heimat der Biere: Die EU hat „Bayerisches Bier" als geschützte geografische Angabe eingetragen. Nur Biere, die nach traditioneller Brauweise in Bayern hergestellt werden, dürfen als „Bayerisches Bier" vermarktet werden. Um den typischen Charakter der Bierspezialitäten zu bewahren, sind auch der jeweilige Stammwürze- und Alkoholgehalt sowie die Bierfarbe festgeschrieben.

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Wer jeden Tag ein anderes bayerisches Bier probiert, ist knapp elf Jahre lang beschäftigt: Die 628 bayerischen Brauereien produzieren eine Vielfalt von mehr als 40 Sorten und rund 4 000 Marken-Spezialitäten.

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Wahlsieger: die Weißen! Beliebteste bayerische Biersorte ist das obergärige Weiß- oder Weizenbier mit einem Ausstoßanteil von fast 40 Prozent. Aufsteiger des Jahres war 2008 das alkoholfreie Weißbier – die ideale Erfrischung nach dem Sport.

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Selbst in Bayern ist die Mass nicht das Maß aller Dinge. Außerhalb von Festzelt und Biergarten schäumt das Helle meist ins 0,5-Liter-Seidel, das Weißbier ins Weizenglas (unten schlank, oben weit geöffnet) und das Pils gehört in die schlanke Tulpe. Fränkisches Kellerbier, Dunkles und die (Doppel-)Böcke bleiben im Steingutkrug lange kühl.

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Bayerns Klöster waren einst die reinsten Bierhochschulen. Denn als das einfache Volk noch auf gut Glück im Biersud rührte, pflegten die schriftkundigen Nonnen und Mönche bereits präzise Rezepturen. Bis heute bieten Bayerns „Bierklöster" neben seelischer Erquickung eine süffige Klostermass an.

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Wer „ein Bier" bestellt, bekommt in Südbayern ein Helles. Dieses feinwürzige, milde Bier wird untergärig gebraut: seine Hefen setzen sich während der Gärung auf dem Grund des Gärbottichs ab (obergärige Hefen steigen an die Oberfläche des Jungbieres auf).

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Als Bierland ist Bayern „Exportmeister" unter den deutschen Bundesländern. 3,5 Millionen Hektoliter bayerisches Bier wurden 2008 im Ausland getrunken.

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Bayerischer Kraft-Stoff: Die stärkste bayerische Biersorte ist der Doppelbock mit mehr als 18 Prozent Stammwürze und über 7,5 Prozent Alkoholgehalt. Die Fastenstarkbiere haben ihre Hochsaison zwischen Aschermittwoch und Ostern, der fünften bayerischen Jahreszeit. Dann trifft sich das Volk zu zünftigen Starkbierfesten und die Polit-Prominenz macht beim berühmten Politiker-„Derbleckn" gute Miene zum spöttischen Spiel auf der Bühne.

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Farbstoffe, Aromazusätze, E-Nummern? Sind nicht drin. Bayerns Brauern kommen nur vier Zutaten in den Sud: Wasser, Malz und Hopfen (nach dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516) sowie Hefe. Hefe löst die Vergärung von Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure aus; ihre Bedeutung war Anfang des 16. Jahrhunderts noch nicht bekannt, deshalb wurde sie damals noch nicht erwähnt.

Quelle: Bayerischer Brauerbund